Kutterpullen
Das Kutterpullen würdet Ihr "Landratten" mit Rudern bezeichnen. Nur versteht
man unter Rudern normalerweise das, was die Rennruderer in den Rudervereinen
mit ihren ewig langen, superschmalen, total kippeligen Rennskiffs tun.
Zum Kutterpullen wird (wie der Name schon vermuten läßt) ein besonderes Boot,
eben ein Kutter, benutzt. Einen Kutter kann man sich vorstellen wie ein
Rettungsboot auf einem Passagierschiff. Zwei Mann sitzen immer nebeneinander
auf einer Holzbank (die man übrigens Ducht nennt) und benutzen jeweils einen
Riemen (so nennt man das, was Ihr als Ruder bezeichnen würdet).
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Und den Vorgang
des "ruderns" nennt man pullen! Also nochmal zum Mitschreiben: Auf einem Kutter
wird mittels Riemen gepullt! Klar? Klar! Dann hat ein Kutter auch noch ein
Mannschaftsmitglied der nicht pullt. Er steht hinten am Heck und steuert den
Kutter. Er ist der Kutterführer (oder auch Steuermann). Und nur am Rande, das
was der Kutterführer in der Hand hält (das Steuer des Kutters) nennt man
übrigens korrekterweise Ruder bzw. Pinne.
Bei Wettkämpfen treten auch hier wieder Mannschaften mit jeweils 6 Teilnehmern
gegeneinander an. Jede Mannschaft hat noch einen zusätzlichen Mann als
Kutterführer und dann gehts los, gegeneinander, gegen die Zeit, bis zu 1000
Meter weit. Nur wenn die Mannschaft im absoluten Gleichtakt und kraftvoll
pullt, kann das Rennen gewonnen werden. Die Aufgabe des Kutterführers ist es,
den Kutter auf der Bahn zu halten und seine Mannschaft mit Anfeuerungsrufen
dazu zu bringen durchzuhalten.
Die Kutter können (wenn gerade einmal kein Wettkampf stattfindet) auch ganz
hervorragend als Wanderfahrzeuge benutzt werden. Doch dazu mehr unter
Bilder/Filme/Berichte.
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